
ENERGIEQUELLEN ENTDECKEN
Was gibt dir wirklich Kraft?
Lesedauer: ca. 6-7 Minuten
Kennst du das Gefühl, dass manche Tage sich anfühlen, als ob sie uns richtig leicht von der Hand gehen, während du an anderen kaum aus dem Bett kommst, deinen Tag nur ganz mühevoll überstehst? Mal sprudeln wir nur so vor Tatendrang, mal fühlen wir uns super ausgelaugt – oft ohne genau zu wissen, warum.
Energie ist weit mehr als nur erholsamer Schlaf oder eine ausgewogene Ernährung – obwohl diese beiden Faktoren eine enorme Rolle spielen („Shit in, Shit out“ – wie es heißt). Doch darüber hinaus gibt es viele weitere Energiequellen, die unser Wohlbefinden beeinflussen: Bewegung, geistige Klarheit, soziale Verbindungen oder bewusste Pausen.
Die Kunst liegt darin, nicht nur Energie zu verbrauchen, sondern aktiv aufzuladen. Doch welche Quellen nähren dich wirklich? Welche Aktivitäten, Orte oder Menschen schenken dir Kraft – und was raubt sie dir? In dieser Woche nehmen wir uns Zeit, unsere individuellen Energiequellen zu entdecken und bewusster in unseren Alltag zu integrieren.
Warum ist es wichtig, deine Energiequellen zu kennen?
Unser Energiehaushalt ist wie ein Konto: Wir zahlen täglich ein oder heben ab. Manchmal unbewusst, manchmal ganz gezielt. Doch wenn wir nur abheben – durch Dauerstress, Reizüberflutung oder den inneren Druck, alles perfekt machen zu müssen – geraten wir schnell ins Minus. Die Folgen? Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder das Gefühl, nur noch zu funktionieren.
Die Kunst besteht darin, nicht nur Energie zu verbrauchen, sondern bewusst aufzuladen. Es geht darum, ein Gespür dafür zu entwickeln, was uns nährt und stärkt, anstatt „die Kerze von beiden Enden abzubrennen“, wie mein Papa immer so schön sagt. Denn wahre Energie entsteht nicht durch endlose To-Do-Listen oder äußere Erfolge, sondern durch das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen, Tun und Sein.
Nimm dir nun 1-2 Minuten um die folgende Frage für dich zu beantworten:
Frage dich: Was gibt dir Kraft – und was raubt sie dir?

Die drei Säulen deiner Energie
Energie ist ein Zusammenspiel aus drei verschiedenen Faktoren – körperlich, mental und emotional. Wenn nun eine dieser Säulen ins Wanken gerät, spürst du das oft sofort. Indem du alle drei bewusst stärkst, schaffst du eine stabile Basis für mehr Kraft und Wohlbefinden in deinem Alltag.
[1] Körperliche Energie – Bewegung & Regeneration
Unser Körper ist unser wichtigstes Energiewerkzeug – und wir können aktiv dazu beitragen, ihn aufzuladen. Die richtige Balance zwischen Bewegung, Regeneration und Ernährung sorgt dafür, dass wir uns langfristig kraftvoll und ausgeglichen fühlen.
Hier sind vier wesentliche Faktoren, die deine körperliche Energie unterstützen:
- Bewegung in Balance: Ein Mix aus Aktivität und Entspannung ist entscheidend – wenn du auch bereits unsere Beiträge aus Januar (rund um das Thema Fokus) und Februar (rund um das Thema Balance) gelesen hast, ist dieser Punkt für dich nichts neues. Während dynamische Bewegungen (z. B. Vinyasa Yoga, Laufen, Radfahren) Energie freisetzen, helfen sanfte Praktiken (u.a. Yin Yoga, Spaziergänge, Meditation), das Nervensystem zu beruhigen.
- Ernährung als Energiebooster: Was wir essen, beeinflusst unser Energielevel maßgeblich. Klar, denn unser Körper kann sich die „Bausteine“ für unsere Zellen nur aus dem nehmen, was wir ihm zuführen. Während zuckerreiche und stark verarbeitete Lebensmittel für kurzfristige Hochs sorgen, führen sie eigentlich auch immer zu schnellen Tiefs. Eine Ernährung, die reich an vollwertigen, natürlichen und weitgehend unverarbeiteten und frischen Lebensmitteln ist, hilft, den Energiehaushalt stabil zu halten.
- Atem als Energiequelle: Energetisierende Atemübungen wie Kapalabhati (Feueratmung) oder Bhastrika aktivieren dein Energiezentrum und bringen Klarheit. Solltest du diese noch nicht kennen, zeigen wir sie dir gern in unseren Kursen oder im Personal Training. Aber auch die Vollständige Yoga-Atmung kann dir helfen, dich mit Prana (= Lebensenergie) aufzuladen.
- Schlaf & Pausen: Auch kurze Erholungsphasen oder ein „Power Nap“ (nicht länger als 20 Minuten, idealerweise vor 15:00 Uhr) im Alltag laden deine Batterien auf.
Übung für Zuhause: Probiere die Vollständige Yoga-Atmung. Eine Step-by-Step Anleitung dazu findest du in unserem Blogbeitrag „YOGA & ATMUNG – VOLLSTÄNDIGE YOGA-ATMUNG: SCHLÜSSELTECHNIK FÜR TRIATHLETEN„.
[2] Mentale Energie – Fokus & Gedankenhygiene
Unser Geist verbraucht eine Menge Energie – oft ganz unbewusst. Ständiges Multitasking, ein unaufhörlicher Gedankenstrom oder der dauerhafte Konsum von negativen Nachrichten rauben uns wertvolle Kraft. Doch genau hier können wir ansetzen, um mentale Energie gezielt zu erhalten und aufzuladen.
- Bewusste Auszeiten: Unser Gehirn braucht ausreichend Pausen, um optimal zu funktionieren. Meditation, Achtsamkeitsübungen oder einfach ein paar Minuten Stille können helfen, den Kopf zu klären und neue Kraft zu schöpfen. Wenn dir das Pausenmachen schwer fällt, kannst du es zum Beispiel mit der Pomodoro-Technik probieren, die wir bereits in unserem Artikel „FOKUS AUF ERHOLUNG“ beschrieben haben.
- Informations-Diät: Ständiges Scrollen durch Social Media oder Nachrichtenfeeds kann uns überfluten und unnötigen Stress verursachen. Weniger digitale Ablenkung bedeutet oft mehr innere Ruhe. Setze bewusst auf Inhalte, die dich inspirieren und stärken.
- Positiver Fokus: Unser Denken beeinflusst unser Energielevel enorm. Statt dich auf das zu konzentrieren, was dich stresst oder ermüdet, frage dich: Was gibt mir heute Energie? Dieser Perspektivwechsel kann wahre Wunder bewirken.
Mini-Übung zum finden deiner Mentalen Energie: Schreibe 3 Dinge auf, die dir heute auf mentaler Ebene mehr Energie gegeben haben.
[3] Emotionale Energie – Menschen & Umgebungen
Unsere emotionale Energie wird maßgeblich von unserem Umfeld geprägt. Manche Begegnungen lassen uns aufblühen, andere hinterlassen uns eher erschöpft und ausgelaugt. Ebenso beeinflusst unsere Umgebung unser Wohlbefinden und damit unser Energielevel. Indem wir bewusst darauf achten, womit und mit wem wir uns umgeben, können wir unsere emotionale Energie gezielt stärken.
- Achte auf deine sozialen Kontakte: Frage dich regelmäßig: Wer gibt mir Energie? Und wo verliere ich sie? Es ist völlig in Ordnung, Grenzen zu setzen und dich von Beziehungen zu lösen, die dich dauerhaft auslaugen. Umgib dich stattdessen mit Menschen, die dich inspirieren, unterstützen und dir ein gutes Gefühl geben.
- Gestalte deine Umgebung bewusst: Unsere äußere Umgebung beeinflusst unsere innere Balance. Ein aufgeräumter, harmonischer Raum, der nicht mit „Zeug“ vollgestopft ist, kann für mehr Klarheit und Ruhe sorgen. Und das kann auch eine große Auswirkung auf unsere mentale Energie haben. Kleine Veränderungen wie Pflanzen, Lichtquellen oder einige ausgewählte Lieblingsgegenstände können eine große Wirkung haben. Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, kann dir die „Konmari“ Methode von Marie Kondo („Magic Cleaning“) vielleicht eine erste Unterstützung geben.
- Freude als Energiequelle: Freude ist eine der stärksten Energielieferanten! Erlaube dir, Dinge zu tun, die dich wirklich glücklich machen – ohne schlechtes Gewissen. Ob Tanzen, Singen, Malen oder einfach eine Auszeit in der Natur – diese Momente laden deine emotionale Batterie nachhaltig auf.
Reflexionsübung: Nimm dir nun einen Moment Zeit und schreibe auf: Welche Menschen, Orte oder Aktivitäten geben mir Energie? Und genauso wichtig: Was raubt mir regelmäßig Kraft? Das Bewusstmachen ist der erste Schritt, um deine emotionale Energie gezielt zu stärken.
Schlaf als Fundament deiner Energie
Schlaf ist die mächtigste natürliche Energiequelle, die uns zur Verfügung steht – und doch wird er oft unterschätzt. In Das große Buch vom Schlaf erklärt Prof. Dr. Matthew Walker auf faszinierende und wissenschaftlich fundierte Weise, wie Schlaf weit mehr ist als reine Erholung: Er beeinflusst unsere mentale Leistungsfähigkeit, emotionale Balance und wohl am wichtigsten unser Immunsystem. Wer verstehen will, warum guter Schlaf der Schlüssel zu mehr Energie ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
- Schlafqualität statt Quantität: Nicht nur die Dauer, sondern auch die Tiefe deines Schlafs ist entscheidend. Besonders der Tiefschlaf und die REM-Phasen sind für Regeneration und Gedächtnisbildung essenziell.
- Regelmäßigkeit zählt: Unser Körper liebt Routinen. Jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzustehen, hilft dabei, einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus zu etablieren.
- Schlaf als natürlicher Energiespender: Eine durchgehende Schlafdauer von idealerweise 7–9 Stunden ermöglicht es deinem Körper, sich optimal zu regenerieren. Bereits eine Stunde weniger pro Nacht kann langfristig das Energielevel senken und die Konzentration beeinträchtigen.
Tipp: Falls du oft erschöpft aufwachst, schaffe dir eine kleine Abendroutine. Das Thema Abendroutine haben wir ebenfalls auch u.a. in unserem Blogbeitrag FOKUS AUF ROUTINEN angeschnitten.
Verzichte idealweise eine Stunde vor dem Schlafengehen auf jegliche Art von Bildschirmen, trinke eine beruhigende Tasse Tee (z.B. mit Lavendel) und integriere eine kurze Yoga- oder Atemübung, um dein Nervensystem herunterzufahren.
Weitere Links und Inspirationen
Hier kannst du dich zu unseren Yoga-Angeboten informieren und anmelden, um mehr Energiequellen in dir zu entdecken:
YOGA EINSTIEGSKURS: Grundlegende Bewegungen, Atemtechniken und Achtsamkeit vereint – ideal für Anfänger & Wiedereinsteiger, um Yoga sicher und mit Leichtigkeit zu entdecken.
VINYASA MEETS YIN: Die perfekte Balance aus fließenden Vinyasa-Bewegungen und tiefen Yin-Dehnungen – für Kraft, Flexibilität und mehr innere Ruhe in einer Einheit:
Hier sind einige weitere informative Quellen, die dir dabei helfen können, deine Energiequellen noch besser zu finden [unbezahlt]:
- Schlaf als Energiebooster: Wer tiefer in die Wissenschaft des Schlafs eintauchen möchte, findet im folgenden Buch spannende Erkenntnisse darüber, wie Schlaf unsere mentale, emotionale und körperliche Energie beeinflusst.
- Buch: „Das große Buch vom Schlaf“ Prof. Dr. med. Matthew Walker (z.B. via Thalia)
- Aufräumen für mehr Energie: Eine geordnete Umgebung kann Wunder für unsere innere Klarheit und Energie bewirken. Inspiration dazu bieten dir:
- Netflix Serie: „Aufräumen mit Marie Kondo„
- Buch: „Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ Marie Kondo (z.B. Thalia)
Dein Energie-Mix ist ganz individuell und kann sich auch von Tag zu Tag ändern
Es gibt -wie so oft im Leben- eben nicht DIE EINE Lösung für mehr Energie – sondern immer ein Zusammenspiel aus Bewegung, mentaler Klarheit und emotionalem Wohlbefinden. Probiere dich aus, höre in dich hinein und entdecke so Stück für Stück deine Energiequellen!
Frage an dich: Welche Energiequelle (körperlich, mental, emotional) möchtest du in dieser Woche für dich entdecken und stärken?
Einen tollen Start in die neue Woche für dich!